Vereinskultur im Wandel – Wie damit umgehen?

Aus Platzgründen haben wir den Beitrag im Magazin gekürzt.

Den Originalbeitrag können Sie hier abrufen.

Leserservice: Im Beitrag werden einige Abkürzungen genannt, die  Ihnen der Autor hier erläutert: 

VUCA wurde 1990 im militärischen Kontext eingeführt und steht für Volatility (Unbeständigkeit), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Ambivalenz). Damit wird eine Welt beschrieben, die sich in einem fortlaufenden Wandel befindet. Es ist nicht mehr abschätzbar, was in welcher Geschwindigkeit als nächstes passiert. Gleichzeitig nehmen die Komplexität und die Anzahl der verfügbaren Informationen zu. Daraus kann eine Asymmetrie des Wissensstandes zwischen den Menschen entstehen. Die Folge können unterschiedliche Interpretationen von Beobachtungen sein [7].

Agilität basiert auf dem in den 1950er Jahren geprägten Akronym AGIL (Adaption, Goal Attainment, Integration, Latent Pattern Maintainance). Konkret bedeutet dies die Fähigkeit einer Organisation, sich proaktiv auf sich verändernde Rahmenbedingungen einzustellen, gesteckte Ziele zu überprüfen und wenn notwendig frühzeitig anzupassen. Dazu ist es notwendig, innerhalb der Organisation einen Zusammenhalt zu schaffen und dabei grundlegende Strukturen aufrecht zu erhalten, wodurch Veränderungen an der Zielsetzung und Vorgehensweisen schnell eingeleitet werden können. Agilität ist ein mögliches Werkzeug, um in der VUCA-Welt zu bestehen [8]. Diese Methodik kommt insbesondere seit 2001 in der Softwareentwicklung zum Einsatz [9]. Diese Methodik ist jedoch auch geeignet, Organisationen in der VUCA-Welt Orientierung zu geben [10].

Die systemische Haltung beschreibt die eigene Einstellung zu Personen, Gruppen oder auch Organisationen. Bei der systemischen Haltung wird anerkannt, dass Systeme oder Individuen nicht direkt beeinflusst werden können. Der Versuch mit einer Fernbedienung eine gewünschte Veränderung bei seinem Gegenüber oder dem Verein als Organisation zu erreichen, führt in den allermeisten Fällen nicht zum Ergebnis. Das beobachtete System kann sich nur aus sich selbst heraus verändern. Dies kann durch gezielte Interventionen oder Aufstörungen gelingen [11].

Und hier noch das Quellenverzeichnis:

[1] Wandhoff, H.. 2018. Konstruktivismus. In: (B. Schubert-Golinski, H. Wandhoff, Hrg.), Alles Ausser Q. Corlin Verlag, Hamburg, S. 106 – 109.

[2] Glasl, Friedrich. 2024. Konfliktmanagement – Ein Handbuch für Führung, Beratung und Mediation (13. Auflage). Haupt Verlag, Bern. Vgl. S. 17ff.

[3] Glasl, Friedrich. 2024. Konfliktmanagement – Ein Handbuch für Führung, Beratung und Mediation (13. Auflage). Haupt Verlag, Bern. Vgl. S. 244ff.

[4] Glasl, Friedrich. 2024. Konfliktmanagement – Ein Handbuch für Führung, Beratung und Mediation (13. Auflage). Haupt Verlag, Bern. Vgl. S. 436ff.

[5] REFA-Weiterbildung: Ausbildungen, Online- und Präsenzseminare. Agilität. https://refa.de/service/refa-lexikon/agilitaet. Zugriff am 12.02.2022.

[6] Buhse, W., 2014. Management by Internet. Plassen Verlag. Kulmbach. Vgl. S. 24ff.

[7] Narjes, F.. 2018. VUCA-Welt. In: (B. Schubert-Golinski, H. Wandhoff, Hrg.), Alles Ausser Q. Corlin Verlag, Hamburg, S. 228 – 231.

[8] Narjes, F.. 2018. Agilität. In: (B. Schubert-Golinski, H. Wandhoff, Hrg.), Alles Ausser Q. Corlin Verlag, Hamburg, S. 17 – 19

[9] Beck, Kent, et al. „Manifest für agile Softwareentwicklung.“ Agile Alliance, 2001, agilemanifesto.org/

[10] Petry, T.. 2019. Digital Leadership – Unternehmens- und Personalführung im digitalen Zeitalter. In: (T. Petry, Hrg.), Digital Leadership. Haufe Group, Freiburg, S. 23 – 125. S. 47

[11] Derrer, C.. 2018. Haltung. In: (B. Schubert-Golinski, H. Wandhoff, Hrg.), Alles Ausser Q. Corlin Verlag, Hamburg, S. 70 – 72.